Faszien-Training

Die Faszienforschung wird aktuell in den Medien und internationalen Fachzeitschriften stark diskutiert. Denn die Bedeutung dieser Bindegewebsstruktur für den menschlichen Körper ist erst vor einiger Zeit in den Fokus der Forschung gelangt. So wird intensiv geprüft, ob und wie die Faszienstruktur ein Auslöser für Rückenschmerzen sein kann. Oder ob durch ein gezieltes Faszientraining der Rückenschmerz positiv beeinflussbar ist. Eine verstärkte Aufmerksamkeit und Hinwendung auf diese faszinierende Körperstruktur ist daher in jedem Fall sinnvoll und notwendig.

Als gesichert gilt bisher, dass eine gezielte Stimulation der Faszienrezeptoren zu einer Veränderung im Grundtonus der Skelettmuskulatur führt und damit zur Hemmung sympathikotoner Aktivierung. Dies bedeutet eine deutliche Entspannung (erhöhter Parasympathikus) der gestressten Muskulatur.

Ein Training, das dieses Ziel erreichen will, muss folgende 10 Grundsätze beinhalten:

1. Der ganze Körper muss ins Training integriert werden (echtes 3D-Ganzkörpertraining).
2. Die Bewegungen müssen größtmögliche Amplituden umfassen.
3. Das Körperzentrum leitet die Bewegungen ein.
4. Die Bewegungen beinhalten eine dynamische Vordehnung.
5. Sie integrieren ein elastisches Rückfedern, sind vielfältig und variabel.
6. Während der Bewegungen werden alle erreichbaren Winkelpositionen durchlaufen.
7. Die Bewegungen werden zyklisch mit konstanter Geschwindigkeit durchgeführt.
8. Die Eigenempfindung (Propriozeption) wird durch die Übungsauswahl gestärkt.
9. Pausen werden integriert, um den Hydratationsstatus zu optimieren.
10. Das Trainingsziel wird hartnäckig verfolgt, aber sanft durchgeführt.

Änderungen brauchen Zeit!

Das Gyrotonic Training befolgt die obigen Trainingsgrundsätze eines Faszientrainings.

In folgender Zusammenfassung (PDF) von
Dr. Rüdiger Fiehn
wird sehr ausführlich und detailliert auf die Faszienstruktur in Verbindung mit dem Training eingegangen.